Ich habe den Eindruck, dass dieses Bild bei vielen Bürgerinnen und Bürgern mittlerweile zu einem gewissen Unverständnis über die politische Situation in unserer Gemeinde geführt hat.
Politik hat ihre eigenen Spielregeln. Unterschiedliche Meinungen, kontroverse Diskussionen und auch politische Auseinandersetzungen gehören dazu und lassen sich nicht immer vermeiden. Manchmal kommt es dabei leider auch vor, dass selbst bei guten und sinnvollen Projekten aus grundsätzlichen politischen Überlegungen heraus Widerstand geleistet wird.
Mir ist wichtig, dass Entscheidungen auf einer sachlichen, nachvollziehbaren Faktenbasis getroffen werden. Ebenso sehe ich es als meine Aufgabe, Themen klarzustellen, wenn Informationen unvollständig, missverständlich oder aus meiner Sicht nicht korrekt an die Bevölkerung weitergegeben wurden. Solche Fälle hat es in der Vergangenheit gegeben – und vermutlich wird es sie auch in Zukunft geben und ich werde wieder die Sachlage zurechtrücken. Eine funktionierende Demokratie lebt davon, dass sich Bürgerinnen und Bürger auf Grundlage von Fakten, Transparenz und nachvollziehbaren Informationen ihre eigene Meinung bilden können.
Aber es geht auch anders
Viele Gemeinderätinnen und Gemeinderäte arbeiten konstruktiv gemeinsam an wichtigen Themen. Dabei werden auch schöne und für Breitenfurt gute Ergebnisse erzielt. Diese Seite möchte ich heute bewusst zeigen:
Zusammenarbeit funktioniert sehr wohl.
Wer sich entschließt, für die Gemeinde zu arbeiten, möchte etwas bewegen. Viele neue Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sind ohne politische „Vergangenheit“ dazugekommen. Trotz unterschiedlicher politischer Herkunft sind Kompromisse möglich. Und letztlich sollte bei allen Entscheidungen eines im Vordergrund stehen: unsere Gemeinde Breitenfurt.
Besonders sichtbar wird diese konstruktive Zusammenarbeit bei den Einsparungsthemen. Diese werden von einer breiten Mehrheit im Gemeinderat getragen. Die Sichtweisen sind hier deutlich ähnlicher, als es nach außen manchmal wirken mag – und es konnten bereits gemeinsame Erfolge erzielt werden.
Im Finance Round Table haben wir die Möglichkeit, parteiübergreifend an konkreten Themen zu arbeiten - genau das ist geschehen.
In der Gemeinderatssitzung am 2. Juni 2026 wurde beispielsweise das Versicherungswesen der Marktgemeinde Breitenfurt neu aufgesetzt, umfassend erneuert und verbessert. Die Bearbeitung dieses Bereichs hatte GR Richard Wirthmann von den NEOS übernommen. Im Gemeinderat gab es dazu Einstimmigkeit. Das Ergebnis: jährliche Einsparungen im fünfstelligen Eurobereich – bei gleichzeitiger Verbesserung des Leistungsumfangs.
Werner Schediwy von den Grünen bringt sich bei Finanzthemen intensiv ein, unterstützt mit Expertise und konkreten Vorschlägen und hat im Finance Round Table unter anderem die Kredit- und Leasingverträge der Gemeinde Breitenfurt untersucht.
Die demnächst zu entscheidenden Veränderungen im Wertstoffzentrum sollen dazu beitragen, festgestellte Kostensteigerungen für die Gemeinde und alle Bürger wieder auszugleichen. Diese Maßnahmen wurden in den zuständigen Gremien bereits vorbereitet und sollen im nächsten Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt werden.
Auch die neue Post bei Billa wird von einer breiten Mehrheit im Gemeinderat getragen und unterstützt.
Ein weiteres Beispiel dafür, dass gemeinsames Arbeiten möglich ist, sind die geplanten Padel-Tennis-Courts, die noch in diesem Sommer eröffnet werden können und unser Sportangebot in Breitenfurt erweitern und attraktiver machen.
Da sich kurzfristig die Möglichkeit ergeben hat, dieses Projekt noch in diesem Jahr umzusetzen, habe ich die Parteienvertreter in die Vorbereitung sehr intensiv eingebunden (Vertragsgestaltung und Hinterfragen aller kritischer Themen). Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich für die Unterstützung und Mitarbeit folgender Gemeinderätinnen und Gemeinderäte bedanken: Alexandra Gerstenbauer (SPÖ), Clemens Frey und Matthias Hahn (Liste ZB), Richard Wirthmann (NEOS) sowie Werner Schediwy (Grüne).
Gemeinsam ist es gelungen, in sehr kurzer Zeit von der Idee bis zum Gemeinderatsbeschluss alle wesentlichen Themen umfassend aufzubereiten. Letztlich konnte das Projekt und der Vertrag einstimmig im Gemeinderat am 02.06.2026 beschlossen werden.
Diese Beispiele zeigen: Ja, es gibt politische Auseinandersetzungen. Aber es gibt auch konstruktive Zusammenarbeit, gemeinsame Verantwortung und konkrete Ergebnisse für Breitenfurt. Genau diese Seite der Gemeindepolitik sollte nicht übersehen werden.
Bleibt natürlich das Projekt Wiesenpark. Gerade bei diesem Thema zeigt sich, wie wichtig eine sachliche Diskussion auf Basis von Fakten ist. Auch hier wird es letztlich nur dann zu einer guten Lösung kommen, wenn die unterschiedlichen Interessen berücksichtigt und auf Grundlage der tatsächlichen Rahmenbedingungen ein für Breitenfurt bestmögliches Ergebnis erzielt wird.
Eines erscheint dabei aus heutiger Sicht klar: Die Wiese wird auf Dauer nicht unverbaut bleiben. Genauso klar ist aber auch, dass die immer wieder kolportierten 800 Wohnungen nicht zur Diskussion stehen. Die Realität wird – wie so oft – zwischen den Extremen liegen.
Die Aufgabe der Gemeindepolitik ist daher nicht, unrealistischen Wunschvorstellungen nachzuhängen, sondern die Entwicklung aktiv zu gestalten und für Breitenfurt den bestmöglichen Kompromiss zu erreichen. Genau daran sollte gemeinsam gearbeitet werden.
Ihr Holger Hirmann




