Mein Rückblick auf das Jahr 2025 als neuer Gemeinderat

2025 war ein Jahr großer Veränderungen. Die politische Landschaft in Breitenfurt hat sich spürbar verschoben – und das Klima ist rauer geworden. Das merke ich in den Diskussionen im Gemeinderat, in Erzählungen von „früher“ und in den Debatten, die persönlich, in Familien oder in sozialen Netzwerken geführt werden.

Hart in der Sache. Fair im Ton?

Politik ist ein Wettstreit der Ideen. Leidenschaftliche Diskussionen gehören dazu. Manchmal erinnerten mich Debatten im Gemeinderat aber an einen „Moshpit“: Viel im Kreis laufen, viel Lärm, wenig Fortschritt. Gerade dann ist es wichtig, den Fokus nicht zu verlieren. 

Was es jedoch nicht geben darf, sind persönliche Angriffe. Die Sache kann hart kritisiert werden – die Person nicht. Nicht in E-Mails, nicht hinter vorgehaltener Hand und nicht öffentlich bei Veranstaltungen. Hart in der Sache, fair im Ton sollte für alle gelten. Wer das nicht kann, ist in einer verantwortungsvollen Funktion fehl am Platz. 

Gleichzeitig melden sich auch Stimmen, die nicht im Gemeinderat sitzen – obwohl sie es könnten – oder nicht einmal in Breitenfurt hauptgemeldet sind. Mitreden ist jederzeit möglich. Aber wer Mitsprache einfordert, sollte Verantwortung übernehmen oder zumindest Teil dieser Gemeinde sein. 

Einen Satz möchte ich noch zu den Morddrohungen an unseren Bürgermeister sagen: In einer modernen Demokratie hat so etwas nichts verloren. Zu keinem Zeitpunkt und nicht wegen Themen wie den Breiteneder Gründen. Es wird Zeit, dass man aufhört, ein Thema derart zu polemisieren, „Mahnwachen“ zu veranstalten und damit Menschen bewusst aufzuwiegeln. Es ist genug.

Ausschussarbeit ist kein Nebenbei‑Job

Viele von uns arbeiten Vollzeit und stemmen zusätzlich Gemeinderatssitzungen, Ausschüsse und informelle Treffen. Wir tun das, weil es um die Zukunft unserer Gemeinde geht. 

Geschäftsführende Gemeinderäte tragen dabei besondere Verantwortung: Ausschüsse organisieren, Themen vorbereite und Entscheidungen ermöglichen. Ich respektiere diese Arbeit und nehme sie ernst. Umso irritierender ist es, wenn andere das scheinbar nicht tun. 

Ein Beispiel: Der Ausschuss „Mobilität & Aufschließungszone“ – einer der wichtigsten überhaupt – tagte seit der Konstituierung im Februar nur zweimal. Normal wären fünf reguläre Sitzungen gewesen. Zwei Sitzungen, ein Beschluss – das ist zu wenig. 

Das lässt nur zwei Schlüsse zu: Entweder nimmt man die Themen nicht ernst, oder man ist überfordert. Beides kann passieren. Aber dann sollte man Verantwortung abgeben. Besonders, wenn man dafür rund 1.800 € brutto pro Monat erhält. Das zu beurteilen, überlasse ich Ihnen. 

Was hat 2026 in petto? 

2026 wird ein Sparjahr. Nicht, weil wir schlecht wirtschaften, sondern weil Gemeinden seit 2022 deutlich weniger Mittel vom Land bekommen. 

Beim Finanz‑Roundtable habe ich zwei Bereiche übernommen, in denen wir sinnvoll sparen können:

  1. IT‑Infrastruktur
    Synergien mit anderen Gemeinden, Lizenzkosten prüfen, unnötige Ausgaben vermeiden – unterstützt von einem IT-Dienstleister.
  2. Portokosten
    Der Umstieg auf E-Mail-Versand spart Porto, Material und Arbeitszeit. Ein einfacher, effizienter Schritt.

Zusätzlich müssen wir – parteiübergreifend und gemeinsam mit BIP Immobilien – eine Lösung rund um die Breitenender Gründe finden, die einen jahrelangen Rechtsstreit vermeidet und das Beste für Breitenfurt herausholt. Gerade jetzt zählt jeder Euro. 

Unabhängig von den finanziellen Themen darf der Spaß und Sport in Breitenfurt nicht zu kurz kommen. Deshalb wird es auch 2026 wieder den Wienerwald Beach Cup geben. Ich bin bereits mit Breitenfurter Vereinen in Gesprächen, das Angebot an Turnieren – etwa Fußball – zu erweitern und für mehr Menschen zugänglich zu machen. Weitere Infos folgen im Frühjahr. Ich freue mich drauf!