Mehr Klarheit und schnellere Verfahren
Die neue Bauordnung vereinfacht Einreichungen und schafft klarere Vorgaben. Digitale Einreichmöglichkeiten werden ausgebaut, Genehmigungsverfahren sollen schneller und transparenter ablaufen. Einheitliche Standards erleichtern Gemeinden die Beurteilung von Projekten.
Erleichterungen bei der Sanierung
Bestandsgebäude sollen einfacher und mit weniger bürokratischen Hürden saniert werden können, Altbauten sollen einfacher ausgebaut und Neubauten auf bereits bebauten Flächen unbürokratischer errichtet werden können. Dazu kommt, dass das Bauverfahren insgesamt entrümpelt wird. Im Kern geht es darum, dass geringfügige Adaptierungen künftig keine eigenen Bewilligungsprozesse oder Umbauschritte nach sich ziehen sollen.
Stärkerer Fokus auf Klimaschutz und Energieeffizienz
Neue Bauvorhaben müssen höhere energetische Mindeststandards erfüllen. Vorgaben zu Wärmedämmung, erneuerbaren Energien und klimafitter Bauweise werden ausgebaut. Auch Entsiegelung und Regenwassermanagement erhalten mehr Gewicht, um Hitzeentwicklung und Überflutungen vorzubeugen.
Mehr Flexibilität bei Stellplatzpflicht
Unter bestimmten Bedingungen entfällt die Pflicht, bei jeder Erweiterung zusätzliche Stellplätze nachzuweisen — das macht kleinere Bauvorhaben attraktiver, gerade in kleineren Gemeinden oder Ortskernen. Das kann helfen, Baumaßnahmen wirtschaftlich sinnvoll zu halten, besonders bei Nachnutzung bestehender Gebäude.
Dichter, aber qualitätsvoll bauen
Um Boden zu sparen, fördert die Bauordnung kompaktere Bebauung und Nachverdichtung im Ortskern. Gleichzeitig werden strengere Qualitätskriterien für Freiräume, Begrünung und Aufenthaltsqualität eingeführt. Ziel ist ein sparsamer Umgang mit Flächen, ohne auf Lebensqualität zu verzichten.
Vereinfachungen für kleinere Bauvorhaben
Für Carports, Kleingebäude, Terrassenüberdachungen oder kleinere Zu- und Umbauten gelten künftig erleichterte Anzeigen oder teilweise sogar keine Bewilligungspflichten mehr. Damit sollen Bürgerinnen und Bürger rasch und unkompliziert bauen können.
Anpassungen an Sicherheitsund Barrierefreiheitsstandards
Moderne Brandschutz- und Sicherheitsanforderungen werden aktualisiert. Barrierefreiheit wird stärker verankert, besonders bei Neubauten und öffentlichen Gebäuden.
Die neue NÖ Bauordnung soll ab 2026 Bauen einfacher, transparenter und klimafreundlicher machen – mit klaren Regeln, weniger Bürokratie und einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit. Insgesamt können sich die Änderungen positiv auf Breitenfurt auswirken: sie fördern Nachnutzung, vereinfachen Verfahren und Wohnraum kann günstiger und effizienter geschaffen werden. Gleichzeitig hängt aber der tatsächliche Nutzen stark davon ab, wie die Novelle regional und lokal umgesetzt wird und ob unsere Bürgerinnen und Bürger die neuen Möglichkeiten auch nutzen.
Doris Polgar
Vizebürgermeister




